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Aktuelles Veranstaltungen 2022 Veranstaltungen 2023

Zukünftige Veranstaltungen

– Am 20. Dezember 2022: Weihnachtsfeier und Vortrag von Achim Feldmann, München.

Titel: “Max Gube (1849-1904). Medailleur und Hofgraveur in München”

BNG Vorträge 2023

17. Januar 2023: Dr. Robert Lehmann und Dr. Andreas Pangerl, BNG München (In Kooperation mit der staatlichen Münzsammlung München): Metallanalysen Römischer AE Legierungen aus Numismatik und Archäologie

Abstract: Mit xRFA (Röntgenfluoreszenzanalyse) wurden antike römische AE Legierungen wie Orichalcum (Messing), Kupfer, sowie Bronzen in Münzen und Medaillen der Münzstätten Rom, Lugdunum, Limesfalsa, und Kleinasiatische Münzstätten, aus der Zeit des Augustus bis zu Marcus Aurelius erfasst, und mit Legierungen zahlreicher anderer Römischer Objektklassen wie Militärdiplome (von Nero bis Gallienus), Schrifttafeln, Schutzwaffen, Statuetten und Grossskulpturen, Messgeräte, Küchengeräte, ua verglichen. Hierbei zeigte sich der jeweilige Einsatz zweckoptimierter ‘funktionaler’ AE Legierungen, die sehr hohe metallurgische Kenntnisse der Römer widerspiegeln.

14. Februar 2023: PD Dr. Wolfgang Fischer-Bossert, Wien: Griechische Exilprägungen.

Abstract: Die griechische Münzgeschichte kennt mehrere Sonderphänomene: Allianzprägungen, Aufstandsprägungen, Kolonialprägungen u.a.m. Zu diesen Gruppen terminologisch heikler Prägungen sind auch Exilprägungen zu zählen. Das sind Münzprägungen von Polisbürgern, die infolge von innenpolitischen Auseinandersetzungen (sog. Staseis), Vertreibung oder Annektion nicht auf dem angestammten Territorium der Polis ausgegeben wurden. Solche Prägungen sind zwar überaus selten, aber doch nachweisbar. Dazu zählen etwa die Prägung des Tyrannen Hippias in Sigeion, die Bronzeprägung der Tirynthier in Halieis oder auch die Prägungen von Sybaris nach der Zerstörung der Stadt durch Kroton. Daneben gibt es zweifelhafte, aber auch noch unentdeckte Fälle. Es stellt sich immer die Frage, wie man derartige Prägungen methodisch korrekt nachweist. Zudem ergeben sich historische und ökonomische Probleme, die bisher noch nicht systematisch in den Blick genommen wurden.

21. März 2023: Prof. Dr. Reinhard Wolters, Wien: „Das Haus ist so groß wie der Himmel, kleiner ist es aber als sein Herr (Mart. 8,36,12)“ – Stadtrömische Bauten und Monumente auf Münzen Domitians als Herrscherlob

18. April 2023: Prof. Dr. Werner Tietz, Köln: Zahlungsmittel bei Homer

16. Mai 2023: Dr. Frank Berger, Frankfurt: Das Geld der Dichter (in Goethezeit und Romantik)

20. Juni 2023: Rudolf Hilbert, München: Zur Legierung und Metrologie von Elektronmünzen – ein Zwischenbericht

Juli – August Sommerpause

19. September 2023: Bernd Hamborg, Ülzen: Herkules Farnese – Bildnisse und Münzen
Die Statue des Herkules Farnese war in der römischen Kaiserzeit weit verbreitet und beliebt. Mit über 90 bekannten Kopien ist sie eine der am häufigsten kopierte Statue der Antike. Diese Beliebtheit zeigt sich auch in der Münzprägung. Neben Rom haben über 70 Städte des Reiches dieses Motiv auf ihre Münzen gesetzt.

17. Oktober 2023: Dr. Robert Lehmann, München: Möglichkeiten und Grenzen moderner naturwissenschaftlicher Analysen in der Numismatik.

Vorgestellt werden mehrere Beispiele aus der Zusammenarbeit mit Museen, von Keltenmünzen zu orientalischen Münzen bis hin zu amüsanten Exkursen der kriminalistisch interessanten Euro-Fälschungen aus den Gefängnissen in München zur Auflockerung.

21. November 2023: Dr. Mathias Ohm, Stuttgart: Der Fürther Medailleur und Rechenpfennig-Produzent Johann Christian Reich (1730–1814).

19. Dezember 2023: Dr. Hans Christoph von Mosch, München: Die frühen Prägungen des Themistokles in Magnesia, Myus und Lampsakos. Ein Vorschlag.

Alle Vorträge finden in der Bibliothek der Staatlichen Münzsammlung München, Residenzstr. 1, von 18:15 – ca 20:00 statt. Gäste sind herzlich Willkommen !

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Veranstaltungen 2022

Gaza bis Marib: Die Münzen der antiken Weihrauchstraße

Vortrag am 8.2.2022: Martin Huth, Berlin/Abuja |

Der Vortrag behandelt die weitgehend immer noch unbekannten Münzen des vorislamischen Arabien und folgt dabei einer Route ausgehend von Gaza als Endpunkt der antiken Weihrauchstraße entlang der Küste nach Süden bis zu den Reichen der Minäer, Sabäer, Qatabaner und schließlich der Himyariten. Die für die ersten vier Jahrhunderte zu verzeichnende Anlehnung an attische Prägungen verdeutlicht den stark auf funktionale und merkantilistische Aspekte bezogenen Charakter einer gleichzeitig erstaunlich ausdifferenzierten Münzprägung, die das herkömmliche Bild agrarischer vorislamischer Gesellschaften klar widerlegt. Hellenistische und später römische Einflüsse führen graduell zu einer breiteren Nutzung des Mediums „Münze“ und schließlich zu dynastischen Prägungen. Dabei bleiben Monogramme und Göttersymbole konstante Elemente über den gesamten Zeitraum der altarabischen Münzen.

Zu diesem Vortrag gibt es keine Videoaufzeichnung

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Veranstaltungen 2021

Wer ist der Münchner König?

Dr. Hans Christoph von Mosch

Vortrag am 21.12.2022:

Numismatisches zu einer bedeutenden Statue der Münchner Glyptothek

Abstrakt: „Wer ist der Münchner König? Numismatisches zu einer bedeutenden Statue der Münchner Glyptothek.“ Hans Christoph von Mosch, München. Seit ihrer Gründung steht in der Münchner Glyptothek die überlebensgroße Statue eines nackten Heros aus der früheren Sammlung Albani.  Generationen von Archäologen haben sie meist missachtet, weil das Fehlen von Attributen eine Identifizierung beinahe unmöglich erscheinen ließ. Gleichwohl ist sie nicht nur wegen ihrer Größe spektakulär, sondern auch weil die römische Kopie ganz offensichtlich ein Meisterwerk der Frühklassik überliefert. Schon im 19. Jh. hatte man erkannt, dass die kaiserzeitliche Münzen Athens berühmte Skulpturen der attischen Klassik wiedergeben, und mit dieser Erkenntnis einiges davon aus dem Replikenbestand rekonstruieren können. Ein neuer Blick auf eine bisher verkannte Prägung Athens zeigt nun tatsächlich das Motiv des Münchner Königs und eröffnet dank der erkennbaren Attribute den Weg für eine Zuweisung. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich beim Münchner König um den lange gesuchten Erechtheus des Myron

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Veranstaltungen 2021

Hero und Leander

Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert

Ein antiker Topos romantischer Liebe und Ermittlungen zu einem unbekannten Gemälde von William Turner

Vortrag am 11.5.2021: Prof. Dr. Dr. Andreas Hillert; Klassische Archäologie, Katholische Universität Eichstätt; Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee

Darstellung von Hero und Leander finden sich erstmals u.a. auf kaiserzeitlichen Prägungen der am Hellespont gelegenen Städte Sestos und Abydos. Alle antiken Bildwerke fokussieren auf die Szene des zu Hero schwimmenden Leander. Ausgehend von der von Ovid und Muasaios überlieferten Geschichte des Liebespaares erweitert sich seit der Renaissance das Spektrum der bildwürdig erachteten Hero und Leander-Szenen. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen kriminalistische, kunstwissenschaftliche Praxis beleuchtende Ermittlungen zu einem unlängst aufgetauchten Gemälde. William Turner schuf es 1828 als erste Gemälde-Fassung zu Hero und Leander, wobei sich der gesellschaftlichen Aufstieg anstrebende Künstler einerseits um elitäre Bildungsinhalte bemühte und gleichzeitig sehr persönliche Akzente setzte.

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Veranstaltungen 2021

Von Bayern nach Böhmen. Der Münzfund von Běhařov bei Klatovy (12. Jh.)

Digitaler Vortrag am 16.4.2021: Johannes Hartner, Wien; Kunsthistorisches Museum Wien; Münzkabinett;

1967 wurde in Běhařov (Kreis Klatovy, CZ) im Südwesten Böhmens ein Münzschatz entdeckt, der 1100 Pfennige aus dem 12. Jahrhundert enthielt und sich aus bayerischen und österreichischen Dünnpfennigen zusammensetzte. Obwohl der Hort für die süddeutsche und tschechische Numismatik von großer Bedeutung ist, blieb er in seiner Gesamtheit bis heute unpubliziert. Der Vortrag präsentiert den Fund, bietet einen Überblick zu seiner Geschichte und befasst sich mit dessen Zusammensetzung – besonders mit den seltenen und unedierten Typen. Anhand des historischen Kontextes und einer Analyse von Vergleichsfunden wird der Rolle des bayerischen Pfennigs in Westböhmen nachgegangen.

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Veranstaltungen 2021

Der mittelalterliche Münzhort aus der Salzburger Judengasse, 28.000 Münzen – 28.000 Bilder

16.3.2021: Alexandra Hylla, Salzburg

Neuere Betrachtungen zum Schatzfund aus der Judengasse 10, der nun seit 40 Jahren im Salzburg Museum verwahrt wird. Die 28.343 Münzen aus Bayern, Böhmen, Österreich bis Venedig mit einer Zeitstellung von 1205 bis 1285 sollen nicht nur als Münzdepot, sondern auch als Bildträger betrachtet werden. Dabei stellt sich die Frage, welche Bedeutung die verschiedensten Münzbilder für die Betrachter im 13. Jahrhundert überhaupt gehabt haben könnten.

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Veranstaltungen 2020

Die falschen Guldenblätter von 1482

Agnes Aspetsberger, Wien

Die Falsche-Gulden-Blätter sind Drucke des späten 15. Jahrhunderts. Sie warnen vor Fälschungen fünf verschiedener Goldgulden, die sich angeblich im Umlauf befinden sollen und berichten von Fälschern, die bereits gefasst und bestraft worden seien. Die auf den Drucken thematisierten Münzen werden nicht nur im Text beschrieben, sondern auf den meisten Guldenblättern auch abgebildet. Im Vortrag wurden alle bekannten Falsche-Gulden-Blätter vorgestellt, die Gepräge, die als Vorlage für die Abbildungen dienten, besprochen und zeitlich in Relation zu den Drucken gebracht. Außerdem wurde durch Vergleiche des Textes und der Abbildungen, sowie besonderer Merkmale der Falsche-Gulden-Blätter versucht, Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Drucken aufzuzeigen. Der Nutzen der Guldenblätter kann aufgrund der mangelnden Qualität der Abbildungen und der unzureichenden Beschreibung der Münzen als gering eingestuft werden. Der inoffizielle Charakter, den die Guldenblätter aufgrund der fehlenden Nennung eines Auftraggebers, Empfängerkreises und Geltungszeitraums ausstrahlen, kann nach den durchgeführten Recherchen bestätigt werden.

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Veranstaltungen 2020

Ein neuer Porträttyp München-Antiochia für Agrippina minor – basierend auf Münzporträts und einer Porträtskulptur

Digitaler Vortrag am 21.6.2020 – Andreas Pangerl, München;

Der Vortragende schlägt einen neuen Porträttyp „München-Antiochia“ der Agrippina minor vor. Dieser Typus wird definiert auf Basis eines Porträtkopfes mit enger Übereinstimmung besonders zu einer Tetradrachmen-Emission von Agrippina minor und Nero aus Antiochia am Orontes aus dem Jahr 56/57 n. Chr. Agrippina minor wird gezeigt mit breitem, flachem Mittelscheitel, vier bis fünf Reihen großer Locken an der Schläfe, vom Mittelscheitel ausgehend von unten nach oben gedreht, ein nach oben gedrehtes Löckchen vor dem ansonsten bis auf das Ohrläppchen von Lockenreihen bedeckten Ohr, zwei gedrehte Lockensträhnen hinter dem Ohr hängend. Der Porträttyp zeigt wie die bisher bekannten Typen leicht gewelltes, durch den Mittelscheitel getrennt fallendes Hinterhaupthaar und eine Nackenschlaufe.

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Exkursionen

2017 – Exkursion Ulm

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Exkursionen

2016 – Exkursion Schwabach

Unsere Reise nach Schwabach, der „Goldschläger“-Stadt. Unsere Reise begann wie immer am Münchner Hauptbahnhof um 8.30 Uhr. Es fanden sich 36 interessierte Teilnehmer ein, was unseren Bus gut füllte. Hier der Bildbericht.