Prof. Dr. phil. Peter Rothenhoefer, Department of History Sun Yat-Sen University: Preise, Wert- und Nominalangaben aus dem römischen Nordafrika (3. – 4. Jh. n. Chr.). Aus der Arbeit an neuen Alltagsdokumentenaus der provincia Byzacena.
Das ausgehende 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. gelten als Krisenzeiten des Römischen Reiches. Mit Reformen auf vielerlei Ebenen versuchte man das Reich politisch, administrativ und auch ökonomisch zu stabilisieren. Vor allem unter Kaiser Diokletian kam es zu einschneidenden Veränderungen: Die Einführung der Tetrarchie, eine neue Provinzstruktur, das Höchstpreisedikt, aber auch eine Währungsreform veränderten das Leben im Imperium Romanum. Quellen aus dem Alltag der Menschen, in denen sich diese Veränderungen widerspiegeln, sind bislang außerordentlich rar. Neu erschlossene Schriftdokumente aus dem römischen Nordafrika geben nun tiefgehende Einblicke in den Alltag der Menschen und damit auch in die Geldwirtschaft.








