Am 28. Februar 2012 stellte Herr Dr. Hans Christoph von Mosch aus München, mit seinem Vortrag „Ein Stempelschneider auf Reisen. Die Antinoos-Medaillons des Hostilios Markellos und Hadrians Reise 131/32 n.Chr.“ eine interessante und diskussionswürdige Theorie auf. Nach Vorstellung der spektakulären Medaillonserie mit der einzigartigen Brustbüste des Antinoos mit Bezug auf Topographie und Isthmische Spiele, wurde ihre Prägung in Zusammenhang mit der Reise Hadrians 131/32 n. Chr. gesetzt. Der Kaiser verbrachte den Winter in Athen und besuchte wohl die erwähnten Spiele, die die Isthmer und Kaiseraier im November 131 gemeinsam in Corinth ausrichteten. Die Medaillons könnten während dieser Reise von Alexandria nach Athen durch ein dem Kaiser vorauseilendes Atelier in den von Hadrian besuchten Städten mit entsprechendem Reversbezug gefertigt worden sein. Nach Nikopolis verliert sich allerdings die mögliche Spur dieses Ateliers, um dann noch einmal unabhängig von der erwähnten Reise des Kaisers zwischen 134 und 138 in Rom aufzutauchen. Vielleicht finden sich bei zukünftigen Ausgrabungen oder Sammlungssichtungen noch weitere Mosaiksteine für eine Rekonstruktion der Reise des römischen Kaisers im Jahr 131/32.

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