Herr Dr. Hartmut Kreutzer aus München berichtete am 26. Februar 2013 über einen „Korsischen Goldschatz – skandalumwittertes Römergold vom Meeresgrund“.

Seit dem Fund von römischen Goldmünzen der Kaiser Gallienus, Claudius II. Gothicus, Quintillus und Aurelianus , darunter auch spektakuläre Multipla, im Jahre 1958 in der korsischen Bucht von Lava, reklamiert der französische Staat diese und andere Goldmünzen der genannten Kaiser als französisches Kulturgut, da aus dem Meer geborgene Schatzfunde als maritimes Fundgut von Gesetzes wegen Eigentum der Republik Frankreich sind. Seit einer Auktion mit Hinweis auf den Schatzfund im Jahre 1979 erfolgen immer wieder Beschlagnahmungen solcher Münzen auch in Deutschland und Österreich. Gefördert wird dieses verständnislose Verhalten des französischen Staates durch die Veröffentlichung einer französischen Numismatikerin, die darin behauptet, dass alle angebotenen Goldmünzen dieser Kaiser nur aus dem Fund von Lava stammen können, da dieser Ort der einzig bekannte Fundort solcher Münzen sei. Dabei listet sie in ihrem Werk auch Fälschungen (sic!) solcher Münzen auf. Eine Rückverfolgung einzeln in Auktionen angebotener Münzen ist regelmäßig jedoch nicht möglich, so dass auf Beschlagnahmungen im Ausland stets die Rückgabe der Stücke durch die Exekutivbehörden erfolgte. Lediglich 75 römische Goldmünzen sind dem Schatzfund von Lava eindeutig zuzuordnen. Trotzdem läuft jede Person, die in Frankreich im Besitz solcher Goldmünzen angetroffen wird, aufgrund immer noch aktueller Fahndungsaktivitäten Gefahr, verhaftet zu werden. Eine skurrile Situation im zusammenwachsenden Europa!

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