Generalversammlung der BNG mit Kurzvortrag von Dr. Hans Christoph von Mosch, „Zur kaiserzeitlichen Münzprägung von Aizanoi in Phrygien“.

Nach der Generalversammlung der BNG am 23.02.2010 dokumentierte Herr Dr. Hans-Christoph von Mosch sein umfangreiches Wissen über antike Numismatik mit dem Vortrag „Zur kaiserzeitlichen Münzprägung von Aizanoi in Phrygien“. Das antike Aizanoi in der heutigen Türkei auf ca eintausend Meter Höhe gelegen ist neuzeitlich nur von einem Dorf überlagert, das durch Erdbeben stark beschädigt wurde. Der daraufhin einsetzende Abzug der Bevölkerung war ein Glücksfall für die Archäologen, die in den 1970er Jahren sofort mit intensiven Grabungen begannen. Viele Inschriften konnten geborgen werden. Auch ein gut erhaltener, dem Zeus geweihter Tempelbau aus domizianischer Zeit wurde freigelegt. Dieser Bau führte aufgrund von früheren Münzen mit dem Bildnis des Zeus zu Vermutungen, dass bereits ein früherer Zeustempel aus der Zeit des Augustus in Aizanoi vorhanden sein musste. Durch eine lange Kette von Indizien wurde diese Vermutung untermauert. Als gesichert ist heute anzunehmen, dass Aizanoi ein wichtiges Kultzentrum der Zeusverehrung war. Durch diese Bedeutung hob sich die Stadt in der Antike von den Nachbarn herausragend ab.

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