Am 22. Juli 2014 sprach Herr Wolfram Tillack, Vorstandsmitglied der BNG und engagierter Sammler, über „Das Geld mit dem Maximinus seinen letzten Waffengang in Europa bezahlte?„. Das Fragezeichen hinter dem Titel zeigt bereits, dass Herr Tillack mit seinen Ausführungen versuchte, die Frage des Auftraggebers der Münzprägung in der Münzstätte Heracleas zwischen 311 und 314 auf Grundlage neuerer Erkenntnisse neu zu bewerten. Die Münzstätte liegt am Rande Europas genau im geographischen Mittelpunkt der Interessenssphären des Ostens und des Westens und durchlebte somit die Bürgerkriegskämpfe zwischen Maximinus und Licinius in wechselnder Herrschaft. Dabei leistete die Münzstätte einen Beitrag zur Finanzierung der Heere dieser Zeit. Der Referent betrachtete die Zuordnung der selteneren Münzemissionen der angeblichen kurzen Besetzung durch Maximinus in einer Verschmelzung östlicher und westlicher Reversmotive und kam unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Analysemethoden u.a. zu dem Schluß, dass der Londoner Katalog „Roman Imperial Coinage“ (RIC) zum betrachteten Zeitraum 25 neue Münztypen aufnehmen und die dort dargestellte Prägeabfolge korrigieren müßte. Ein interessanter und engagierter Vortrag für Kenner der Materie

Webseite: MedienDeZign GmbH