Herr Matthias Niederzoll, M.A. aus Augsburg hielt am 20.September 2011 vor fast vierzig Personen einen spannenden Vortrag über „Untersuchungen zur Herrscherlegitimation im Jahre 238 n. Chr. im Spiegel der Münzen“.

Nach einem historischen Abriß, das Jahr 238 n. Chr. zählt mit nicht weniger als sechs Kaisern zu den bewegendsten in der Geschichte des Imperium Romanum, stellte der Referent die Münzen vor, die im Auftrag der Kaiser geprägt wurden. Dabei traten als Prägeherren Maximinus I. Thrax, Gordian I. Africanus und Gordian II. Africanus, Pupienus und Balbinus sowie Gordian III. als Caesar und Gordian III. Pius als Augustus auf. Es wurde die Intention eines jeden Herrschers beleuchtet, sich mittels der Münzprägung legitimieren zu müssen, da aufgrund der chaotischen Zustände in Rom und der turbulenten Kriegsereignisse außerhalb der Hauptstadt eine geordnete Inthronisation kaum möglich war. Auch wurde dargelegt, dass das klägliche Scheitern eines Doppelkaisertums nach dem republikanischen Wertesystem des Konsulats eine andere Herrschaftsform als die monarchistische für Volk und Senat von Rom nicht denkbar war. Der Abend schloß mit einer angeregten, z. T. auch kontrovers geführten Diskussion über das Thema ab.

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