Der Abend des 19. Juni 2012 stand ganz im Zeichen des Preußenkönigs Friedrich II. Der 300. Geburtstag dieses großen Herrschers veranlasste Prof. Dr. Bernd Kluge, Direktor Staatliche Museen Berlin – Münzkabinett – nach München zu kommen und über das Thema „Ein König und sein Geld. Friedrich II. der Große von Preußen (1740 -1786)“ zu referieren.

Der Vortrag berichtete von den unterschiedlichen Abschnitten im Leben des Königs, die den Bogen von der spannungsgeladenen Kindheit und Jugend, über seine aus welchem Grund auch immer nicht gerade glückliche Ehe mit Elisabeth von Braunschweig-Bevern, über seine Kriege, die er gegen seine eigene Kaiserin führte und von denen der letzte ihn fast in den Abgrund stürzte bis hin zum letzten Lebensabschnitt, den er der Beseitigung der Folgen des siebenjährigen Krieges und dem Wohle seines Staates widmete. Neben seinem Interesse für die schönen Künste und die Philosophie widmete Friedrich dem Münzwesen viel Zeit. So konnte er durch geeignete Schritte seine Kriege finanzieren aber auch das Münzwesen reformieren und wieder guthaltiges Geld als Grundlage von Vertrauen für Handel und Wandel erneut einführen. Er starb als einziger Monarch Europas, der keine Schulden sondern einen gut gefüllten Staatsschatz hinterließ. Der brillante und kurzweilige Vortrag enthielt z.T. humorvolle Anekdoten über den „alten Fritz“ , schilderte die Beziehungen Friedrichs zu Bayern („Kartoffelkrieg“) und zeigte preußische Münzen unterschiedlicher Münzstätten und Wertstufen aus der Regierungszeit des großen Preußenkönigs.

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