Am 18. Februar war zunächst die Generalversammlung der BNG zu bewältigen. Nach erfolgtem Jahresbericht des Vorstandes, Darstellung der Finanz- und Vermögenslage und Bericht der Kassenprüfer, erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Die in 2014 anstehende Neuwahl des Vorstandes erging sich in der Wiederwahl des alten Vorstandes in seiner grundlegenden personellen Zusammensetzung. Die Zahl der Beisitzer verringerte sich, indem ältere Beisitzer ihr Amt niederlegten und Jüngere sich zur Wahl stellten. Prof. Dr. Kellner wurde zum Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft gewählt. 

Anschließend referierte das alte und neue Vorstandsmitglied Herr Konstantin Olbrich zum Thema „Die Zeichen des Phanes: archaische Münzprägung Kleinasiens“.

Bei den Phanes-Stateren handelt es sich um sehr seltene Elektron-Statere des 6. Jahrhunderts v.Chr., die einen äsenden Hirsch und die frühesten Schriftzeichen in Altgriechisch (Ich bin das Zeichen des Phanes) aufweisen. Über den Namen Phanes wurde in der Vergangenheit viel spekuliert und theoretisiert. Verbirgt sich hinter Phanes ein Tyrann, ein Beamter einer prägenden Stadt, ein Bankier, ein Söldnerführer oder ein Verwalter eines Tempelschatzes? Schließlich wurde auch vermutet, dass mit Phanes die aus dem Ur-Ei entsprungene Gottheit der Theogonie des Orphizismus gemeint sein könnte. Herr Olbrich greift diesen Gedanken auf und entwickelt ihn unter Einbeziehung der Darstellung des Hirschen auf der Münze und mit Rückgriffen auf die griechische und römische Mythologie dergestalt weiter, dass er hinter Phanes keine Person, sondern einen Gott sieht, der durch den Hirsch symbolisiert wird. Diese These hatte eine rege Diskussion zu Folge, die auch während des sich anschließenden Umtrunks immer wieder aufflammte.

 

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