Am 18. März 2014 setzte das BNG-Mitglied Dr. Florian Haymann aus Dresden die Vortragsreihe mit Themen aus der Antike fort. Mit seinem Vortrag „Die Münzprägung des Marcus Antonius im Jahr 41“ zeigte er die Möglichkeit, die Stempelstellung als Kriterium für die Interpretation von Münzen der römischen Republik zu nutzen.

Bereits mehrfach konnte anhand der Stempelstellung nachgewiesen werden, dass einige republikanische Münztypen nicht dort geprägt worden sein konnten, wo viele Forscher es vermutet hatten. Besonders fruchtbar ist dabei der Blick auf die Stempelstellung bei den imperatorischen Prägungen aus der Zeit des 2. Triumvirats, deren Lokalisierung kontrovers beurteilt wird. Anhand von Forschungen zu den umfangreichen Münzserien RRC 516 und 517, die Einblick geben in die Verwicklungen des Perusinischen Krieges und das Wirken Marc Antons in Kleinasien, kam der Referent zu dem Ergebnis, dass RRC 517 in zwei verschiedenen, östlich (Ephesos) und westlich gelegenen Prägestätten entstand. Aufgrund der Bildanalyse dieser Prägungen sind auch zwei verschiedene Verwendungszwecke dieser Münzen anzunehmen und schließlich ist Marc Anton als loyaler Vertragspartner des Octavian anzusehen.

Webseite: MedienDeZign GmbH