Vortrag von unserem Mitglied Günter Kuhn über vormünzliche Zahlungsmittel mit dem Titel „Geld ist, was gilt“ mit anschließender Führung durch die themengleiche Ausstellung in den Räumen der Staatlichen Münzsammlung.

Die Veranstaltung vom 17. November 2009 führte durch die neue Ausstellung der Staatlichen Münzsammlung München, die unter dem Motto „Geld ist, was gilt“ vormünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt zeigt. Zuvor stimmte der Ko-Autor des die Ausstellung begleitenden Kataloges und Mitinitiator der Ausstellung, Herr Günter Kuhn, die zahlreichen Teilnehmer auf das Thema mittels eines Vortrages ein. Dabei wurden sie in exotische Gebiete unserer Erde und teilweise in weit zurückliegende Zeiträume entführt. Sie lernten Federgeld, Muscheln, Schnecken oder Hundezähne aus Ozeanien genauso kennen wie sog. Katangakreuze aus Kupfer, Manillen oder Eisengeldformen aus Afrika. Interessant waren auch die ungewöhnlichen Formen der Kesselgongs aus Indonesien oder des Kanonengeldes von den Sunda-Inseln. Als älteste Stücke wurden chinesische Kauriimitationen aus vergoldeter Bronze des 6./5. Jahrhundert v.Chr. gezeigt. Nach Kenntnisnahme der handwerklichen Fähigkeiten, die zur Herstellung dieser Geldformen notwendig waren, sprach keiner der Teilnehmer mehr von „Primitivgeld“. Die Begriffe „Primärgeld“ und „vormünzliche Zahlungsmittel“ beschreiben dieses Sammelgebiet treffender. Sowohl die Besichtigung der Austellung als auch der Erwerb des begleitenden Kataloges (ISBN 3-922840-24-8) sind empfehlenswert.

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