Am 17. April 2012 berichtete das langjährige BNG-Mitglied und zweifacher Eligiuspreisträger, Herr Josef Hackl, München, über „Christoph von Wittelsbach, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, König von Dänemark, Schweden und Norwegen (1440-1448). Ein Sohn der Residenz Neumarkt/Oberpfalz.“ Er wurde am 26.02.1416 als Sohn des Pfalzgrafen zu Neumarkt Johann und dessen Gemahlin Katharina, einer Tochter des Herzogs von Pommern geboren. Frühzeitig als Fürst und Militär erzogen, zeichnete er sich bereits im Alter von 17 Jahren im Hussitenkrieg aus. Nach der Absetzung des dänischen Königs Erich VII. trat Christoph aufgrund verwandschaftlicher Beziehungen mütterlicherseits zunächst als Reichsverweser dessen Nachfolge im Jahre 1439 an. Am 09.04.1440 wurde er zum dänischen König gewählt. In den folgenden beiden Jahren wurde er auch zum König von Schweden und dann zum König von Norwegen gewählt. Kein wittelsbacher Fürst herrschte je über ein solch grosses Territorium wie Christoph. Er hatte jedoch stets mit Aufständen und wirtschaftlichen Miseren in seinen Herrschaftsgebieten zu kämpfen, auch wenn er der dänischen Bevölkerung deutsches Bier sehr nahe brachte. Seine im Jahr 1445 geschlossene Ehe mit Dorothea von Brandenburg blieb kinderlos. Seine Gemahlin sollte erst nach dem Tod von Christoph am 06.01.1448 mit dessen Nachfolger auf dem dänischen Thron fünf Kinder bekommen. Die skandinavische Union zerbrach nach Christophs Tod. Abschließend zeigte Herr Hackl noch einige Münzen, die im Namen Christophs in Dänemark (Schillinge) und Schweden (Örtug, Plural: Örtugar) geprägt wurden. Norwegische Prägungen existieren aus dieser Zeit nicht.

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