Vortrag von Manfred Mehl, Hamburg zu „Magdeburger Pfennige und die Raubzüge der Wikinger“

Der hamburger Autor zahlreicher numismatischer Werke, Herr Manfred Mehl, glänzte am 16. März 2010 mit seinem Vortrag „Magdeburger Pfennige und die Raubzüge der Wickinger“. Nach einer Einführung in die frühe Geschichte Magdeburgs, seiner Gründung und seiner Entwicklung durch mächtige gekrönte Förderer, kam Herr Mehl auf die 965 an Magdeburg verliehenen Münz- und Zollrechte zu sprechen. Die daraus resultierenden Münzen sind bis heute unbekannt. Erst seit 1079 sind Magdeburger Münzen in ihrem Aussehen zuzuordnen. Am bekanntesten sind natürlich die nach Vorbild der Otto-Adelheid-Pfennige geprägten Münzen. Nach Darstellung einiger Münzbilder damaliger Magdeburger Münzen geht der Autor auf die Fundverteilung von Magdeburger Münzen ein. Norddeutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Rußland und Polen zeigen ein dichtes Fundnetz, was dem damaligen Handelsmonopol der Wickinger geschuldet ist. Diese führten nicht nur Raubzüge durch. Sie kannten auch den Handel unter kaufmännischen Gesichtspunkten. Obwohl die Wickinger auch im Westen Europas auftauchten., sind dort keine Funde zu verzeichnen. Der Grund könnte darin liegen, dass dort eigenes Münzgeld geprägt wurde und „fremdes“ Geld in eigenes umgemünzt wurde. Der Vortrag schloß mit Erklärungen von Münzbildern Magdeburgischer Brakteaten.

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